Danke audison, Du scheinst nahe an der Quelle zu sitzen.
Es bleibt also spannend in der automobilen Welt.
Was mich am 500er besonders gereizt hat war nicht nur die kultige Optik, sondern auch die vernünftigen Abmessungen, gerade im Stadtbetrieb.
Dabei stört mich weniger die Länge, sondern zunehmend der Breitenwahnsinn. Was ist an einem überbreiten KFZ besser als an einem Kleinen, schmaler als 1,70m? Nichts.
Wenn überhaut, dann die Optik. Alles andere ist schlechter. Ein breites KFZ benötigt wiederum breitere Reifen damit auch hier die optische Relation gewahrt bleibt. Bedeutet mehr Masse und mehr Luftwiderstand.
Der wertvolle Strassenraum wird "wegblockiert". Wo man sich früher begegnen konnte wurde auch passiert. Heute steht alles still. Und zu guter Letzt nimmt es den Radfahrern wieder einmal mehr ihren Fahrraum und deren ohnehin katastrophale Sicherheit.
Ich bin geschockt über das, dass wir (Käufer) zunehmend diesen Wahnsinn mitgehen und uns völlig gedankenlos mitreißen lassen. Wir selbst (oder unsere Kinder) sind damit auch die Leidtragenden, denn keiner ist gefeit nicht auch Unfallopfer zu werden. Da stellt sich die Frage, wann es wirklich nicht mehr geht und unsere Mobilität still steht weil die Autos 2,5m breit sind.
Dazu kommt ja noch, dass sich jeder für den besten Fahrer hält. Jetzt komme ich völlig durcheinander. Was ist denn gut und was schlecht?
Reine Ansichtssache wahrscheinlich.
Ich jedenfalls begrüße jeden Radfahrer, denn dieser erzeugt gerade keinen Stau, egal ob im 500er oder Q8. Respekt auch denjenigen die führerscheinlos leben können. Wir Autofahrer ärgern uns doch über uns selbst. Bräuchten wir gar nicht, aber unser Neid und Profiliergehabe fordert es einfach ein.
So, jetzt hör ich auf. Ich kann die Welt auch nicht besser machen. Letztlich können wir sogar allen anderen dankbar sein. Denn ohne Euch müsste ich zu Fuß losziehen und meinen Fang, per Keule erlegt, mühsam in meine Höhle ziehen.
Friedliche Grüße
h.