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Augustin Group

JD4040

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Mittwoch, 19. Oktober 2016, 08:39

Mit Brüsseler Hilfe gegen Fiat

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Verkehrsminister Dobrindt wirft Fiat Tricksereien bei der Abgasreinigung vor. Sein italienischer Kollege hält die Vorwürfe für unbegründet.
Dobrindt versucht nun, über die EU-Kommission den Druck auf die Italiener zu erhöhen.
Von Peter Hornung, NDR, und Katja Riedel, WDR
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt beharrt auf seiner Position: "Deutschland bleibt, auch im Lichte der Ergebnisse der Überprüfungen der italienischen Genehmigungsbehörde, bei seiner Auffassung, dass bei den Fahrzeugen des Herstellers Fiat-Chrysler unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut wurden." Das schrieb der Minister vor wenigen Tagen an EU-Binnenmarktkommissarin Elzbieta Bienkowska. Der Brief liegt WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung vor.
Schon Ende August war durchgesickert, dass die deutsche Untersuchungskommission zur Abgasaffäre überzeugt ist, dass auch bei vier Typen des italienischen Autobauers technische Auffälligkeiten vorhanden sind. Die Deutschen glauben, dass der Wagen merkt, wenn er gerade einen Testzyklus durchläuft und dann das Abgas stärker reinigt. Der Wagen fahre dann vorübergehend sauberer als im alltäglichen Straßenverkehr.
Kraftfahrtbundesamt ist machtlos
Die deutschen Experten glauben: Unter wirklichen Fahrbedingungen kämen neun bis 15 Mal mehr giftige Stickoxide aus dem Auspuff der Fiat-Dieselautos als bei den Zulassungstests auf dem Prüfstand. Fiat und die italienischen Behörden bestreiten das vehement. Und weil die auffälligen Fahrzeugtypen nicht in Deutschland, sondern in Italien geprüft und zugelassen wurden, kann das deutsche Kraftfahrtbundesamt (KBA) derzeit keine Maßnahmen gegen den Konzern Fiat Chrysler Automobile (FCA) unternehmen.
Das EU-Recht sieht vor, dass nur derjenige Sanktionen verhängen und Zulassungen entziehen kann, der sie erteilt hat - und das ist Italien. Ein rechtlicher Ausweg, den das EU-Recht böte, wenn Gesundheit oder Umwelt in Gefahr sind, kann in Deutschland nicht beschritten werden, weil die entsprechende EU-Richtlinie nur unvollständig in nationales Recht umgesetzt worden ist.
Dobrindt will verschärfte Regeln für Abgasreinigung

Seit Monaten streiten nun das deutsche und das zuständige italienische Ministerium in der Causa Fiat - und Dobrindt will den Fall offenbar nutzen, um auf europäischer Ebene die Vorschriften für die Zulässigkeit von Abschalteinrichtungen bei Motoren zu verschärfen. In den USA dürfen Hersteller Abschalteinrichtungen nur nutzen, wenn sie vor Einbau von den Behörden geprüft und genehmigt wurden.
In Europa sind sie per se zulässig, wenn sie dem "Schutz des Motors" dienen - eine recht schwammige Definition, die Dobrindt nun präzisieren lassen will. Bisher steht er mit dieser Forderung in Brüssel allerdings ziemlich isoliert da. Doch einen politischen Erfolg in Brüssel könnte Dobrindt dringend gebrauchen, da er seit Beginn der Abgasaffäre unter hohem politischem Druck steht.
EU soll vermitteln
Im Konflikt mit Italien soll nun offenbar die EU-Kommission den Schiedsrichter geben. Dobrindt habe "positiv zur Kenntnis genommen", dass die Kommission Italien und Deutschland wegen eines Schlichtungstermins kontaktiert habe, heißt es in dem Brief an Bienkowska vom 13. Oktober. Ende August hatte Dobrindt bereits die Generaldirektion Binnenmarkt in Brüssel um Hilfe ersucht und zudem seinem italienischen Amtskollegen Graziano Delrio mitgeteilt, dass er überzeugt sei, dass auch die Fiat-Abschalteinrichtung unzulässig sei.
Tricks bei Fiat? "Ausgeschlossen"
Offiziell hatten die italienischen Behörden ihre Prüfergebnisse, mit denen sie die deutschen Messungen kontrollierten, nie veröffentlicht. Italiens Verkehrsminister Delrio teilte schlicht und einfach mit, dass dabei nichts Unzulässiges gefunden worden sei. Es sei "ausgeschlossen", dass bei Fiat etwas nicht stimme. Anfang Oktober war der Bericht dann aber plötzlich im Internet aufgetaucht, lanciert offenbar von Kritikern der italienischen Behörde.
Auf Nachfrage von WDR, NDR und SZ sagte das italienische Verkehrsministerium jetzt: "Die Untersuchung zeigt, dass die Fiat-Automobile die Standards erfüllen, die derzeit gültig sind." Weder würden zu viele Abgase ausgestoßen noch sei eine unzulässige Abschalteinrichtung eingebaut.
Extrabericht für den umstrittenen Fiat500X
Die Italiener räumten ein, dass es einen weiteren, gesonderten Untersuchungsbericht zum besonders umstrittenen Kleinwagen Fiat 500X gebe, der bei den deutschen Tests im realen Straßenverkehr sehr viele giftige Stickoxide ausgestoßen hatte.
Was dieser zusätzliche Test ergeben habe, dazu wollte sich das italienische Ministerium jedoch nicht äußern. Beide Berichte will das Ministerium erst veröffentlichen, wenn sie endgültig abgeschlossen sind. Wann das sein wird, blieb offen.
Pessimisten stehen im Regen, Optimisten duschen unter den Wolken.

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Mittwoch, 19. Oktober 2016, 13:27

Eine Lösung zur Begrenzung des Schadstoffausstoßes wäre vielleicht die Abgasrückführung. Ich hatte Ende der 90er Jahre einen 800er Rover mit Lancia-Dieselmotor. Die Abgase waren zwar sauberer als bei den Fahrzeugen mit Kat, trotzdem musste ich jährlich 1000 DM an Kfz.-Steuer bezahlen, weil das Auto keinen Kat hatte. Aus diesem Grunde bin ich dann wieder auf Benziner umgestiegen.
Ich freue mich über Regen - wenn ich mich nicht darüber freuen würde, regnete es ja trotzdem :rolleyes:

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Mittwoch, 19. Oktober 2016, 14:45

..der Dobrindt wieder..
Tja, dann soll er es mal beweisen, dass FCA hier eine "Software" einsetzt..
Vermutungen reichen nicht aus, auch nicht dem EUGh ;)
..wer später bremst ist früher schnell :D :D

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Donnerstag, 20. Oktober 2016, 20:43

Und was man so hört grade , ist Bosch fleißig dabei das ein oder andere über die jeweiligen Hersteller auszuplaudern, damit Sie selbst nicht verurteilt werden.....!!!!!
....Naja,....in Süd Italien würden solche Leute plötzlich verschwunden sein...

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Donnerstag, 20. Oktober 2016, 22:10

Dobrindt macht sich doch (wie seine Vorgänger) nur zum Lakai der deutschen Autoriesen.

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Freitag, 21. Oktober 2016, 14:11

Im Spiegel war kürzlich zu lesen, dass der damalige Umweltminister schon vor 8 Jahren auf mögliche Manipulationen hingewiesen wurde. Hätte man die Hinweise ernst genommen, wäre das Fiasko in den USA gar nicht passiert. Heute ist der Mann Vizekanzler.
Ich freue mich über Regen - wenn ich mich nicht darüber freuen würde, regnete es ja trotzdem :rolleyes:

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Dienstag, 25. Oktober 2016, 17:37

Abgasrückführung ist gang und gäbe. Nicht umsonst haben viele Dieselfahrer Probleme mit zugerußtem AGR-Ventil und Ansaugtrakt. Die Fahrleistungen lassen dann nach, und der Schadstoffausstoß steigt. Der Aufwand für die Abgasnachbehandlung steigt exponentiell mit den Euro-Normen. Der Diesel lohnt kaum noch, wenn man das am Sprit gesparte Geld dann in der Werkstatt für die Reparaturen ausgeben muss.

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Mittwoch, 26. Oktober 2016, 09:06

Abgasrückführung ist gang und gäbe. Nicht umsonst haben viele Dieselfahrer Probleme mit zugerußtem AGR-Ventil und Ansaugtrakt. Die Fahrleistungen lassen dann nach, und der Schadstoffausstoß steigt. Der Aufwand für die Abgasnachbehandlung steigt exponentiell mit den Euro-Normen. Der Diesel lohnt kaum noch, wenn man das am Sprit gesparte Geld dann in der Werkstatt für die Reparaturen ausgeben muss.
Datt stimmt, wobei das AGR nur bei denen Probleme machte, die viel Kurzstrecke und/oder "tiefen" Drehzahlen gefahren sind.
Denn, das AGR ist offen bis ca. 2.300 giri, danach ist es geschlossen, od. aber, wenn mann das Pedal mehr als 50% "durch latscht".
Von daher, war das AGR schon damals ein "Defeat Device" :) sprich, es funktionierte nur in einem bestimmten Bereich.
Die, die Langstrecke gefahren sind, haben mit dem AGR und dem "verdrecken" der Ansaugbrücke, i.d.R. null Probleme, denn, da ist
das AGR fast immer zu.
War halt die "Preiswerteste" Methode, den Prüfstand zu bestehen...
BMW hats "damals" noch besser gelöst...sie haben einfach "Luft" in den Auspufftrakt "gepustet" und somit wurde durch die angereicherte Luft
die werte gesenkt..

PUG war aber damals, schon wieder (waren auch die ersten, die Serienmäßig in Mittel-/Kleinwagen KATs verbaut haben), Vorreiter und haben von Anfang an die
SCR-Kats samt "Ad-Blu" verbaut.
Das war den deutschen Inschinören aber zu Teuer...ergo..mann musste "Tricksen".. :)

Was mich bei der ganzen Sache Aufregt, es wussten doch alle (auch in anderen Ländern) in der Politik, dass da was nicht stimmt.
Denn, die ersten anzeichen waren doch, der abweichende Realverbrauch von bis zu 25%...später stieg die Abweichung auf über 50%..
Da hätte es doch längt "klingeln" müssen..
Aber nö...es ist keinem aufgefallen...
Denn, kein Wunder, die "Politiker" haben ja Dienstwagen und sind u.a. gefahren worden. Somit hat das Tanken deren "Fuhrpark" Manager gemacht.
Somit stimmt es dann schon, dass es "denen" nie aufgefallen ist.. :)

Naja, und nüü..ist das Kind in den Brunnen und so....udn jetzt versucht mann, vor allem hier in D, mit Nebelkerzen, abzulenken..

Interessant ist doch auch, dass Piech, Anfang 2015 dem Winterkorn das "Vertrauen entzogen", weil Piech nicht mit der USA-Strategie von Winterkorn
einverstanden war.
Wußte Piech, was da bei den EA189er Motoren vor sich ging ?
Denn, die USA haben ja schon in 2013/2014 um Erklärung gebeten, warum die Software so "seltsam" reagiert.

Nu ja, am Ende, wie immer, es war keiner und mann wußte von nix und wie in D üblich, erstmal alle Schuld von sich weisen und einen Schuldigen suchen.

Grüße
..wer später bremst ist früher schnell :D :D

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Montag, 16. Januar 2017, 18:42

Jetzt wird's schwer für Fiat aus dieser Nr. noch raus zu kommen, aber bei dieser schlecht abgestimmten Blockadehaltung ist Fiat ganz ehrlich gesagt auch selbst Schuld, wir haben einen 2. VW Skandal wohl jetzt auch bei Fiat, zwar nicht so in dem Ausmaßen wie bei VW, aber im Verhältnis zum Marktanteil finde ich das eher noch krasser, wenn die evtl. Strafen die schon die Runde machen stimmen.....!
Dieses Geld hätte der Konzern viel lieber in die Entwicklung/ Forschung neuer Fahrzeuge stecken können, sehr schade dieses Missmanagement.....

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