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Augustin Group

Opala

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Samstag, 20. August 2016, 11:45

Reifendrucksensor in Serie 4 nötig ?

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Hallo,

ich dachte es wäre langsam an der Zeit sich Winterräder zuzulegen. Allerdings habe ich einen Serie 4 Fiat 500, der soweit ich weiß Reifendrucksensoren hat. Ich glaube dies ist gesetzlich auch vorgeschrieben.

Kann ich jeden beliebeigen Winterradsatz kaufen oder müssen die auch einen Sensor haben ? Was passiert, wenn man Reifen ohne Sensor verbaut ?


Gruß
Opala

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JD4040 (20.08.2016)

JD4040

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Samstag, 20. August 2016, 21:33

Der 500er hat keine aktiven Sensoren.
Der Luftdruck wird passiv ermittelt.
Pessimisten stehen im Regen, Optimisten duschen unter den Wolken.

Mein 500X: 500X OFF ROAD 1.6 E-torq, Panda Lounge 1,2 8V


Opala

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Sonntag, 21. August 2016, 00:16

Hallo,

wie funktioniert das ?

:?:

JD4040

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Sonntag, 21. August 2016, 08:57

Indirekte Systeme schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Druckverlust. Zur Gewinnung der erforderlichen Daten wird auf die in Fahrzeugen vorhandenen Sensoren zurückgegriffen: die Raddrehzahlen werden von ABS-Sensoren oder Sensoren für das das ESP bzw. eine Traktionskontrolle erfasst. Indirekte Systeme sind daher in der Regel im ABS-/ESP-Steuergerät integriert, vereinzelt existieren auch Lösungen in eigenen Steuergeräten.

Indirekte Systeme nutzen zur Drucküberwachung zwei physikalische Effekte:
Abrollumfang: Im Falle eines Druckabfalls in einem Reifen verringert sich dessen Außendurchmesser, wodurch die Drehzahl dieses Rades in Relation zu den anderen ansteigt. Es wird also festgestellt, wenn ein Rad sich im Vergleich zu den anderen drei Rädern durch Luftverlust des Reifens schneller dreht. Dieser Drehzahlanstieg wird als Druckabfall interpretiert und der Fahrer wird gewarnt. Da dieser Effekt nur auf dem Vergleich der Raddrehzahlen untereinander basiert, wird ein gleichzeitiger Druckverlust in allen Reifen (z. B. durch vernachlässigte Reifendruckkontrolle durch den Benutzer) nicht erkannt.
Frequenzeffekt: Die Räder weisen einen charakteristischen Schwingungsmodus auf, der als Schwingung zwischen Reifengürtel und Felge interpretiert werden kann. Da diese Schwingung druckabhängig ist, kann bei einer Verschiebung dieser Schwingung auf einen Druckverlust geschlossen werden. Der Fahrer wird gewarnt. Da dieser Effekt radindividuell ist, können hier auch Druckverluste an allen vier Reifen gleichzeitig (Diffusion) erkannt werden. Eine Positionsangabe des Druckverlusts ist ebenfalls möglich.

Allen indirekten Systemen ist gemein, dass bei einer Anpassung des Luftdruckes bzw. der Montage neuer oder anderer Reifen ein Reset durch den Fahrer durchgeführt werden muss. Das System lernt dann das aktuelle Systemverhalten als Referenz. Lernen bedeutet dabei, dass das System während der ersten Phase nach Reset die Raddrehzahlen und Frequenzen beobachtet und die auftretenden Werte speichert. Im weiteren Fahrbetrieb werden dann die auftretenden Werte mit den gelernten Werten verglichen. Sobald eine bestimmte Veränderung auftritt, wird der Fahrer gewarnt. Somit werden bei beiden Effekten (Abrollumfang, Frequenzeffekt) relative Änderungen betrachtet – eine Anzeige des Drucks ist nicht möglich.

Systeme, die auf der Nutzung des Abrollumfangs basieren, sind seit 1994 auf dem Markt; jene, die beide Effekte nutzen, befinden sich seit dem Jahr 2008 in Einführung.

Die gesetzlichen Anforderungen nach ECE R64 und FMVSS 138 werden von den Systemen, die beide Effekte nutzen, erfüllt. Namhafte Fahrzeughersteller haben diese Systeme homologiert und rüsten ihre Fahrzeuge serienmäßig damit aus.
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Sonntag, 21. August 2016, 10:16

Das ist ja völlig genial. Dann frage ich mich doch, warum mein 2014'er Twingo einen sauteuren Sensor in der Felge benötigte. Mein Reifenhändler hatte sich schon geweigert, die Reifen einfach umzuziehen. Dann werde ich mal nach einem Komplettradsatz in der Bucht schauen. :thumbsup:

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